Orschel-Hagen-Brief Februar - März 2019

Liebe Leserinnen und Leser
Aus dem Kirchengemeinderat
Das Ehrenamt in Jubilate
Mitfahren zum Kirchentag

 

Liebe Leserinnen und Leser

Suche Frieden und jage ihm nach!

Jedes Jahr gibt es eine Jahreslosung, einen biblischen Spruch, der uns das Jahr über begleiten soll. Als Zuspruch, als Aufforderung, manchmal auch als Mahnung.

Die Jahreslosung für das Jahr 2019 findet sich im Psalm 34, Vers 15: „Suche Frieden und jage ihm nach!“ Überall auf der Welt, auch in den Familien, zwischen Nachbarn und sogar unter Freunden gibt es viel zu viel Gewalt. Frieden ist kein Dauergast, der einfach so mit am Tisch sitzt und ein friedliches Miteinander garantiert; weder in unseren Familien und unserer Gesellschaft noch in unserer Welt, auch nicht in unseren Kirchen und Gemeinden. Überall erleben wir, wie zerbrechlich und flüchtig der Friede ist, wie leichtfertig und oft auch unbedacht wir ihn aufs Spiel setzen.

Ich war im Sommer in Frankreich, in der Bretagne und da habe ich ein Haus gesehen, das mich an den Frieden erinnert hat. Grau ragt das große steinalte Gebäude in den Himmel. Die Mauern sind gut und gerne einen Meter dick: die schweren Steine sind kunstvoll aufeinandergestapelt. Ohne Zement oder Dichtungsmasse halten sie zusammen. Und so haben Unmengen von großen und kleinen Vögeln in den Nischen, Lücken und Höhlen zwischen den Mauersteinen ihre Nester gebaut. Die Sonne strahlt durch die Wolken. Und ich kann mich an dem Spektakel nicht sattsehen: überall Vögel, das Haus scheint zu singen, das Haus scheint überzuquellen vor Freude und Leben.

Dieses Steinhaus wurde erbaut im 16. Jahrhundert, in einer Zeit, in der die protestantische Kirche entstand und in Frankreich auf das Bitterste verfolgt wurde – grausamer Höhepunkt: die Bartholomäusnacht. In dieser Nacht vom 23. auf den 24. August 1572 wurden Tausende von Protestanten getötet. Es folgten Vertreibungen, Grausamkeiten aller Art. Die sogenannten Hugenotten, wie die evangelischen Franzosen genannt wurden, wurden über ganz Europa zerstreut. Eine grausame, eine harte Zeit für die Verfolgten.

Und in dieser schrecklichen Zeit ist also dieses alte Steinhaus erbaut worden. Für mich wie ein Wunder. Ich komme fast jeden Tag hierher. Kohlmeisen, Blaumeisen, Lerchen, Schwalben, Rotkehlchen… sie alle teilen sich fröhlich und wie selbstverständlich die Steinmauern des historischen Gebäudes. Und da pfeift, zwitschert, piepst es in allen Sprachen der sesshaften Jahresvögel, der Durchzügler, der Invasionsvögel und der Zugvögel. Wenn Vögel religiös sind - hier sind alle Religionen vertreten. Hier herrscht ein Frieden, von dem man damals, als das Haus entstand, nur träumen konnte.

Das Haus ist für mich ein Symbol der Hoffnung für uns: die Vergangenheit ist gegenwärtig, sie ist steinhart, aber in der Gegenwart und der Zukunft, da zwitschert es in vielen Sprachen: Friede, ach Friede, komm! Ich wünsche uns ein friedreiches Jahr 2019!

Ihre Pfarrerin Bartel

Aus dem Kirchengemeinderat

Jubilate-Vertreter im Engeren Rat

Pfarrerin Silke Bartel wird gemeinsam mit Thomas Martin die Jubilategemeinde im Engeren Rat vertreten.

Auszeichnung „Faire Gemeinde“

Kirchengemeinderat Rolf-Dieter Nerz hat die erforderlichen Anträge und Begründungen an das Diakonische Werk verfasst, damit die Auszeichnung „Faire Gemeinde“ um zwei Jahre verlängert werden konnte. Wir freuen uns, dass das gelungen ist.

Klausurtagung des Kirchengemeinderats

Vom 1. bis 3. März hat sich der Kirchengemeinderat zu einer Klausurtagung im Stift Urach angemeldet. Wir wollen uns dort angesichts der am 1. Advent dieses Jahres stattfindenden Kirchenwahlen unter Anleitung von Moderatoren mit persönlichen Bilanzen der Gremiumsmitglieder und Fragen der Kandidatengewinnung beschäftigen.

Unterbrechung der Winterkirche

Da wir den Abschlussgottesdienst der ökumenischen Bibelgespräche gemeinsam mit St. Andreas in unserer Gemeinde feiern wollen und erwarten, dass die Winterkirche möglicherweise zu wenig Raum bietet, wollen wir am Sonntag, 24. 2., den gemeinsamen Gottesdienst in unserer Jubilatekirche feiern.

Verlust im Kirchengemeinderat

Kirchengemeinderätin Gabriele Dingler hat aus persönlichen Gründen um Entlassung aus dem Kirchengemeinderat gebeten. Mit Bedauern hat der Kirchengemeinderat ihrem Wunsch entsprochen. Gabriele Dingler hat seit Anfang 2014 ihre Zeit und Kraft, ihre Gaben, ihre Kreativität und ihr Engagement in den Dienst unserer Kirchengemeinde gestellt. In der Zeit der Vakatur hat sie mit großem zusätzlichen Einsatz dazu beigetragen, dass insbesondere die Senioren möglichst wenig an pfarramtlicher Zuwendung und Betreuung vermissen mussten. Im Gottesdienst am 30. Dezember 2018 haben wir sie offiziell verabschiedet und ihr ganz herzlich für ihren Einsatz in unserer und für unsere Gemeinde gedankt. Wir sind dankbar, dass Gabriele Dingler sich auch weiterhin beim Jubilatetreff und im Besuchsdienst engagieren will.

Dr. Martin Willmann

Das Ehrenamt in Jubilate

Ehrenamtliche Arbeit - das ist meist viel Arbeit und wenig Ehre. Was aber wäre unser Gemeindeleben ohne die vielen treuen ehrenamtlich Mitabeitenden? Insbesondere in der Vakaturzeit konnten wir erleben, was diese Menschen für unsere Gemeinde leisten, als Mitarbeitende, bei der Betreuung von Gruppen und Kreisen, als Vorbereitungsteams, bei Veranstaltungen und Aktivitäten.

Bei ihnen allen möchten wir uns ganz herzlich bedanken für den unermüdlichen Einsatz. Sie angemessen namentlich aufzuführen würde den Raum des OH-Briefs sprengen, deshalb listen wir die Tätigkeitsfelder auf, in denen diese lieben Menschen engagiert sind:

Senioren in Jubilate

Jubilatetreff

Gemeindeausflüge

Besuchsdienst

Meditatives Tanzen

Gymnastik für Frauen

Das Mittelalter in Jubilate

Jubiladies

Adventskranzbinden

Männer hacken Holz

Männer backen Gutsle

Kinder-, Jugend-, Familiengruppen (KiJuFa)

Krabbelgruppe

Bubenjungschar

Teeny-Gruppe

Phönix-Treff

Kindergarten

Gottesdienste

Sonntagsgottesdienste (Mesnerdienst, Blumenteam)

Kinderkirche (Kiki)

Jubilate-Kindersamstag (JuKS)

Krippenspiel

Theatergottesdienst

Erntedankgottesdienst (mit Kindergarten)

Zwischenzeit

Kirchenkaffee

Osterfrühstück

Gemeinde-Diakonie

Mittagstisch

Kinderferienwoche KiWo

Jubilate in der Öffentlichkeit

Homepage

Schaukasten

Orschel-Hagen-Brief

Kirchenwagen

Ausstellungen

Gemeindefeste mit Mittagessen (Festausschuss, Küchenteam)

Fest am Jubilatesonntag

Erntedankfest (mit Kindergarten)

Gemeindenachmittage

Adventsnachmittag

Osterwerkstatt (mit Kindergarten)

Herbstwerkstatt (mit Kindergarten)

Kirchenmusik

Singkreis & Kirchenchor Sondelfingen

Projektchor (JPC)

Jubilate in der Welt

Unterstützung für KERUDO

Café Willkommen

Eine-Welt-Artikel-Verkauf der Konfirmanden

Ökumene-Arbeitskreis

Faire Gemeinde

Energiemanagement

Briefmarken für Bethel

Stifte für Mädchen

Gemeindeleitung und -unterstützung

Kirchengemeinderat KGR

Förderverein

Konfibegleitung

Technische Betreuung (Ton, Beleuchtung, Gebäude, Heizung)

Mitfahren zum Kirchentag

In Dortmund findet der Kirchentag 2019 statt. Er fängt am Mittwochabend, 19. Juni, an und endet mit dem Gottesdienst am Sonntag, 23. Juni. Herzliche Einladung an alle, mitzufahren! Der Kirchentag ist immer eine Reise wert!

Die Jubilategemeinde fährt zusammen mit der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde Reutlingen.

Informationen und Anmeldung bis 15. März: Evangelisches Pfarrbüro Jubilate, Crailsheimer Straße 2, Tel.: 07121 / 61 09 89, Email: Pfarramt.Reutlingen.Jubilatekirche@elkw.de Kosten: Die Tickets für die kompletten fünf Tage des Kirchentages kosten mit dem Frühbucher- Vorteil 98 Euro für Normalzahlende, 54 Euro für Jugendliche bis 25 Jahre und andere Ermäßigungsberechtigte, 158 Euro für Familien.

Die Pauschale für die Vermittlung von Privatquartieren an über 35-Jährige und von Gemeinschaftsquartieren für bis 35-Jährige beträgt 27 Euro (jeweils mit Frühstück). Hinzu kommen die Kosten für die gemeinsame Busfahrt (inkl. Regie- und Werbungskosten), die abhängig sind von der Zahl der Mitreisenden und zwischen 75 Euro und 95 Euro pro Person liegen werden. Junge Erwachsene erhalten einen Rabatt auf die Dauerkarten und ein Special.