Orschel-Hagen-Brief April - Mai 2019

Liebe Leserinnen und Leser
Liebe „alte“ Pfarramts-Sekretärin, liebe Margret
Margret Sikeler geht in den Ruhestand
Goldene Konfirmation am 21.7.
Musizierkreis Orschel Hagen
Sie hatten bzw. haben sehr viel für uns übrig
Elternabend und Anmeldung zur Konfirmation 2020
Konficamp vom 5.-7.7.2019
Kinderferienwoche

 

Liebe Leserinnen und Leser

Österliche Mathematik:

Vanessa ist eine echte Niete in Mathematik. Ihre Eltern versuchen alles: Tipps von der Lehrerin, Nachhilfe, Quizkarten – doch nichts hilft. Dann hat ihnen jemand geraten, es mit einer katholischen Schule zu versuchen. Die Nonnen dort seien sehr streng, heißt es. Vanessa wird also in die Marienschule geschickt. Schon am ersten Tag läuft sie nach der Schule schnurstracks in ihr Zimmer. Sie beginnt, wie wild zu lernen. Kein Fernsehen, kein Smartphone hat mehr eine Chance – nur noch die Matheaufgaben. So geht das wochenlang. Am Tag als es Halbjahres-Zeugnisse gibt, legt Vanessa das Zeugnis auf den Tisch und geht wieder sofort auf ihr Zimmer zu den Matheaufgaben. Ihre Mutter schaut ins Zeugnis. Mathematik: Eins! Sie läuft in Vanessas Zimmer, umarmt ihre Tochter stolz und fragt: „Liebling, wie ist das passiert? Waren es die Nonnen?“ Vanessa antwortet: „Die verstehen da keinen Spaß! Das kann ich dir sagen. Die haben mir gleich am ersten Tag einen Kerl gezeigt, den sie ans Pluszeichen genagelt hatten.“

Ich habe lange überlegt, ob das ein guter Osterwitz ist. Ich habe ein paar Tests unternommen. Alle, denen ich den Witz erzählt habe, haben gelacht. In diesem Witz steckt ein Stück der Osterbotschaft: Vanessa macht das Kreuz, das sie für ein mathematisches Zeichen hält, Angst. Vollkommen zu Recht. Wer Jesus am Kreuz sieht und die Sache ernst nimmt, der kann sich fürchten. Genau genommen geht Vanessa einen Schritt weiter. Sie sieht sich schon selbst da am Kreuz hängen. Wenn wir Ostern feiern – mit Karfreitag und allem Drum und Dran –, dann können wir uns an Vanessa ein Beispiel nehmen. Sie hat nicht nur Mitleid mit Jesus. Vanessa sieht ihr eigenes Leid. Sie sieht ihr eigenes Leben am Kreuz. Sehr gut, kleine Vanessa. Es ist zum Fürchten, wenn wir addieren, zusammenzählen: die Sorgen etwa. Selbst das Addieren der schönen Lebenstage treibt einem den Angstschweiß auf die Stirn. Was, wenn man sich verrechnet hat? Was, wenn Sorge und Glück sich am Ende nicht ausgleichen? Hänge ich dann am Kreuz? Gescheitert an den einfachsten Aufgaben? Gescheitert, einfach ein gescheites Leben geführt zu haben? Mit dem Subtrahieren ist es ja noch schlimmer. Jeder gelebte Tag ist einer weniger von denen, die noch übrig bleiben… Das ist doch alles entsetzlich. Doch Jesus bleibt nicht da. Er hat aufgehört, das Leben zu berechnen. Vanessa tut gut daran, sich nicht auf ihre mathematischen Leistungen festnageln zu lassen. Wenn Vanessa mit ihrer Mathe-Phobie das Kreuz, an dem der tote Jesus hängt, für ein Pluszeichen hält – dann hat sie im Grunde die Grundrechenart des Glaubens begriffen. Das Kreuz ist das Plus im Leben. Das Kreuz ist das Pluszeichen über unserer Welt. Das Pluszeichen vor der geschweiften Klammer, in der mein ganzes Leben liegt. Vom ersten bis zum letzten Atemzug – und dann für immer. Gott sei Dank.

Ich wünsche uns eine fröhliche Osterzeit!
Seien Sie gesegnet!

Ihre Pfarrerin Bartel

Liebe „alte“ Pfarramts-Sekretärin, liebe Margret

„Ha ja“. Dieser Ausspruch ist uns unabhängig voneinander sofort eingefallen, als wir an dich und unsere so wirklich ganz wunderbare Teamarbeit im Pfarrbüro Jubilate in der Crailsheimer Straße 2 dachten. Dein beruhigendes unaufgeregtes „Ha ja“ wenn einer von uns oder schlimmer noch wir beide zusammen im Doppelpack mal wieder so völlig aufgelöst, besorgt oder auch viel zu enthusiastisch in deinem Büro aufgeschlagen sind, weil es an irgendetwas oder irgendjemand fehlte, etwas in unseren Augen hätte schon längst organisiert werden sollen oder auch wenn es irgendeine neue Idee umzusetzen galt. „Ha ja“ – so deine Antwort, die uns Gott sei Dank immer auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt hat. So schlimm, so wichtig oder auch so dringend war die Angelegenheit dann plötzlich auch nicht mehr. Du warst uns hier wie eine Boje (kleine Anspielung auf den alten Kutter Jubilate), die wir ansteuern konnten, wenn wir auf dem weiten rauen Meer der Zeit so etwas wie eine Ankerpause brauchten. Nach dem „ha ja“ hast du telefoniert, organsiert, geplant, überlegt… Dies unermüdlich, geduldig und in den allermeisten Fällen mit größtem Erfolg. Wir waren eben das, was man ein gutes Team nennt. Dafür wollen wir dir sehr, sehr herzlich danken! Und dann ging es in unserem kleinen Pfarrbüro irgendwie auch familiär zu, so wie es auf dem Beiboot des großen Kutters Jubilate eben sein muss. Du hast immer mitbekommen, was bei uns „da oben“ so obenauf liegt, und wir wussten auch meistens Bescheid, was bei dir zuhause „jenseits von Feldern“ (gibt es diese Felder überhaupt noch?) los ist. Wir haben miteinander getrauert, wenn jemand gestorben ist, haben mitgefiebert, wenn eines unserer Kinder Prüfungen, Vorstellungsgespräche …hatte, uns aber auch miteinander gefreut, wenn es was zu feiern gab, und haben dann an unserer kleinen Bar mit einem Glas Sekt darauf angestoßen. Ach ja – die kleine Bar. Wir wissen noch ziemlich gut, wie sehr du dich an deinem neuen Pfarrbüro gefreut hast – mit Theke (keine Bar!) und neuen Möbeln. Da hocktest du fast ein bisschen stolz in deinem neuen Pfarrbüro. Und nun also gehst du in den Ruhestand – eine Tatsche, die wir kaum glauben können: Jubilate ohne Margret? Ohne ein „Ha ja“? Ohne diesen zuverlässigen, viel zu gutmütigen (!) und immer gleich bleibenden freundlichen Menschen im Pfarrbüro?

Der Ruhestand sei dir liebe „alte“ Pfarramtssekretärin“ von Herzen gegönnt – wissen wir ja, dass du noch so viele Interessen „jenseits von Feldern“ pflegen willst. Irgendwann ist es eben Zeit Abschied zu nehmen und einfach mal was Neues zu machen – und die „Alten“ wissen, wovon sie reden.

Aber wir sind uns auch sicher, dass du liebe Margret, nicht viel lamentieren oder jammern und klagen, sondern in deiner so wundervollen gleichmütigen und unaufgeregten Art sagen wirst:

„Ha ja“

Viele liebe Grüße
von dem „alten“ Pfarrersehepaar
Annette und Uli
(Denneler und Zwißler)

Margret Sikeler geht in den Ruhestand

Sicherlich kann niemand die Arbeit von Margret Sikeler in unserem Pfarrbüro besser würdigen als unser ehemaliges „altes Pfarrerehepaar“, das in mehr als elf Jahren ihre Unterstützung wohl am engsten erfahren durfte. Sie haben es in ihrem „offenen Brief“ auch sehr treffsicher und wertschätzend getan.

Am 1. Mai 2019 beginnt ihr Ruhestand. Margret Sikeler wird eine Pfarramtssekretärin gewesen sein, wie man sie sich nur wünschen kann. Stets freundlich, stets verständnisvoll, stets hilfsbereit, niemals abweisend, niemals aufgeregt - so haben sie hauptamtliche und ehrenamtliche Mitarbeitende, Besucher und Anrufer im Pfarrbüro erlebt. Wir wollen sie im Sonntagsgottesdienst am 28. April offiziell verabschieden und ihr für ihre Dienste sehr herzlich danken.

Dr. Martin Willmann

Goldene Konfirmation am 21.7.

Am 24. März 1968 wurde in Jubilate das erste Mal Konfirmation gefeiert; die erste „Goldene Konfirmation“ wäre also letztes Jahr gewesen. Da unsere Pfarrstelle aber vakant war, haben wir dieses Fest nicht gefeiert. Jetzt möchten wir dieses Jahr die ersten beiden Konfirmanden-Jahrgänge, die also 1968 oder 1969 konfirmiert wurden, einladen, um im Juli gemeinsam Goldene Konfirmation zu feiern.

Wir bitten alle, die vielleicht noch in Orschel-Hagen leben und damals konfirmiert wurden, sich bei mir oder im Pfarrbüro zu melden, damit wir das miteinander besprechen und organisieren können. Leider haben wir keine aktuellen Adressen, deshalb sind wir darauf angewiesen, dass sich möglichst viele auf diesen Aufruf hin melden, damit wir vielleicht doch möglichst alle erreichen können. Es ist geplant, dass wir am 21. Juli (mit unseren Partnern) alle gemeinsam zunächst Gottesdienst feiern und dann miteinander Essen gehen, um nach 50 Jahren uns ein bisschen austauschen zu können.

Rolf-Dieter Nerz

Musizierkreis Orschel Hagen

Liebe Hausmusik-Freunde,

es wäre doch schön, wenn wir alle einmal gemeinsam musizieren würden. Ganz einfache Musikstücke, damit viele dabei sein können.

Welche Instrumente? Das lassen wir einmal ganz offen.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie sich ganz unverbindlich melden würden. 

Bei mir,
Adelbert Lauffer oder beim Pfarramt

Sie hatten bzw. haben sehr viel für uns übrig

Herr und Frau Bauder geben nach langer Zeit das Austragen des OH-Briefes ab. Zum Glück hat sich mit Herrn Peter Meyer schon ein Nachfolger für diese Arbeit gefunden.

Gabriela Stork hat sich bereit erklärt, in Zukunft das Kirchencafé zu organisieren.

Die Kinderkirche (KiKi) geht weiter, nachdem dem Orgateam im ersten Jahr ein guter Start gelungen ist.

Die „Jubiladys“ hören leider auf.

Herzlichen Dank Ihnen allen für die geleistete ehrenamtliche Arbeit bzw. für die Bereitschaft, sich neu zu engagieren!

Elternabend und Anmeldung zur Konfirmation 2020

am 5. Juni um 20 Uhr im Gemeindehaus. Eingeladen zur Konfirmation sind Jugendliche der Jahrgänge 2005/2006, die vorzugsweise im Konfirmationsjahr die 8. Klasse besuchen.

Konficamp vom 5.-7.7.2019

Gesamtmitarbeiter/innenTreffen am 26. Juni 2019 im evangelischen Gemeindehaus in Unterhausen. Kosten für die Teilnehmer und die KonfiBegleiter 79.- Euro für das Konfi- Camp (all inclusive). Anmeldelisten kommen im Frühjahr in die Pfarrämter.

Ralf Dörr + das KonfiCamp Team 2019
Evangelisches Jugendwerk RT (ejr)

Kinderferienwoche

Vom 29.7.- 4.8. findet im und am Gemeindehaus wieder die KiWo statt.

Es wird gebastelt, gespielt und gesungen. Man verbringt eine schöne Woche zusammen in der Gemeinschaft.

Die Kinder sind von 10-17 Uhr in der KiWo. Am Donnerstag gibt es einen super Ausflug mit Freibad-Besuch.

Jeden Tag wird von unserem Küchenteam das Mittagessen und der Nachmittagsimbiss frisch zubereitet.

Alle Kinder ab Beginn der Schulreife im Herbst bis 12 Jahren sind bei uns herzlich willkommen, unabhängig von Religion oder Konfession.

Den Anmeldungsflyer und Informationen gibt es im Pfarrbüro.