Liebe Leserinnen und Leser

Durst löschen

Unglaublichen Durst haben manche. Sie trinken 1,2,3 Maß im Bierzelt und mehr. Manche trinken sogar über ihren Durst. In der kommenden Faschingszeit können wir das erleben. Für manche hört da der Spaß auf. Durst nach Leben spüre ich in der Faschingszeit. Wieder einmal richtig ausgelassen sein. Den grauen Alltag hinter sich lassen. Das Leben feiern, bunt in guter Stimmung, auch mit Fremden. Mit der ganzen Welt feiern, so als sei überall Frieden und Gerechtigkeit. Manche finden das nur blöd. Auf Knopfdruck feiern, ist doch Schwachsinn. Spaßbremsen. Das ganze Leben muss doch Spaß machen. Wer Durst hat, der soll seinen Durst nicht nur an Festzeiten oder vorgegebenen Tagen löschen.

Durst nach Leben und Lebendigkeit begleitet uns ein Leben lang. Durst nach einem erfüllten Leben und nach Stillung. Es gibt sie, die Durststrecken im Leben. Das Gefühl, ich komme nicht zur Ruhe. Unruhe erfasst mich, weil ich spüre, genug ist nicht genug. Ich brauche mehr, ich brauche jetzt was ganz anderes. Es füllt mich nicht aus, was ich tue. Die Liebe, die ich bekomme, reicht mir nicht. Die Anerkennung, die ich erhalte, ist mir zu wenig. Ich habe Durst. Durst, den ich manchmal nicht einmal genau bestimmen kann. Leben will ich, richtig leben. An der Quelle des Lebens sein. Sich nicht mit abgestandenem Wasser zufriedengeben. Mit dem, was schon immer so war. Lebendiges Wasser brauche ich. Wasser, das erfrischt und den Durst stillt.

Zuhause steht dieses Wasseraufbereitungsgerät. Aus stillem Wasser soll lebendiges Wasser werden, auf Knopfdruck. Nur Einschalten. Das Wasser sprudelt. Aber Quellwasser ist das nicht. Künstlich aufbereitetes Leitungswasser. Abgestandenes Wasser ist wie abgestandene Sprüche, die manche auf Lager haben. “Es wird schon wieder.“ „Das Leben geht weiter.“ „Man soll den Morgen nicht vor dem Abend loben.“ Aber wenn der Morgen so schön ist, muss ich da schon an den einsamen Abend denken.

Leben will ich, den Durst löschen können. Spüren, es tut so gut, so wahnsinnig gut, wenn ein Wunsch in Erfüllung geht, Träume nicht nur platzen, Liebe nicht Wunschdenken bleibt, Anerkennung nicht verweigert wird. Das sind Momente im Leben, die sind unbezahlbar. Die möchte ich nicht missen, um nichts in der Welt. Diese Momente des Glücks, wo der Durst gestillt wird und du das volle Leben spürst. Augenblicke, wo du nichts weiter brauchst.

Solche Momente, liebe Leserinnen und Leser, wünsche ich Ihnen im angefangenen Jahr 2018. Es hat begonnen, und wir wissen noch nicht, wie es enden wird. Durst wird uns begleiten. Trinken erhält uns am Leben. Wer Durst nach Leben hat, für den ist die diesjährige Jahreslosung ein gutes Wort: „Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“ Offenbarung 21,6.

Ihr Pfarrer Bernd Küster

Neues vom Förderverein

Am 22.11.2017 fand die Mitgliederversammlung des Fördervereins Jubilatekirche e.V. statt. Nachdem die Kirche samt Vorplatz unter Denkmalschutz steht, hat der Verein den Kirchengemeinderat in einem Brief darum gebeten, den Gesamtkirchengemeinderat aufzufordern, den Beschluss über die Jubilatekirche von 2005 zu revidieren. In der Sitzung des Gesamtkirchengemeinderats im November 2017 wurde dieser Antrag einstimmig angenommen, so dass ab 2018 die Gebäudeunterhaltung für die Jubilatekirche wieder im selben Umfang wie für die anderen Gebäude der Gesamtkirchengemeinde aus Steuermitteln finanziert wird. 

Für die nach wie vor anstehende Dachsanierung bedeutet dies, dass die Kosten für mehr als 2 Dachflächen bis auf einen deutlich verringerten Anteil von der Jubilategemeinde getragen werden müssen - abgesehen von den Zahlungen, die von der Versicherung erfolgen. Herr Weber steht mit der Versicherung in Kontakt und begleitet die versicherungstechnische Abwicklung des Hagelschadens. 

Der Verein hat nun die Möglichkeit, die Gelder auch für andere Zwecke als zum Erhalt der Kirche einzusetzen. Der Vorstand wird sich hierzu Gedanken machen; eine erste Idee war, evtl. das gemeindediakonische Projekt von Achim Wurst mit dem Kindergarten Kinderwelt zu unterstützen, das seit Jahren über verschiedene Projektgelder, finanziert wird, die aufwendig beantragt werden müssen. 

Es standen Neuwahlen des Vorstands an – Bernd Heißwolf und Waldemar Weber haben sich nicht mehr zur Wahl gestellt. Rolf-Dieter Nerz, Gisela Tews und Iris Dratz wurden wieder in den Vorstand gewählt. Es konnte kein/e NachfolgerIn für den 1. Vorsitz gefunden werden, so dass Bernd Heißwolf kommissarisch den 1. Vorsitz weiterhin führt. 

Damit der Verein ordnungsgemäß weitergeführt werden kann, suchen wir dringend eine Person, die den 1. Vorsitz übernimmt. Ihre Aufgabe wird sein, gemeinsam mit den bereits gewählten Vorstandsmitgliedern den nun entstandenen finanziellen Spielraum zum Wohl der Gemeindearbeit einzusetzen und den Verein fit für zukünftige Aufgaben zu machen. Wenn Sie sich die (überschaubare) Arbeit vorstellen können, so sprechen Sie uns bitte an.

Iris Dratz, Schriftführerin

Beschluss des Gesamtkirchengemeinderats

Der Gesamtkirchengemeinderat hat auf Antrag des Kirchengemeinderats der Jubilategemeinde am 15. November 2017 den Beschluss gefasst, dass vom Jahr 2018 an die Gebäudeunterhaltungskosten für die Jubilatekirche wieder aus Kirchensteuermitteln finanziert werden. 

In den zurückliegenden 10 Jahren hatte die Jubilategemeinde über den Förderverein 298.264 Euro zu tragen, also im Mittel jährlich 29.826 Euro. Für diese beachtliche Leistung gebührt dem Förderverein größtes Lob und herzlicher Dank! 

Der Förderverein wird nun voraussichtlich um jährlich ca. 15.000 Euro entlastet. Bei dieser Rechnung ist allerdings zu beachten, dass die „größeren Erhaltungsmaßnahmen“, von denen die Jubilategemeinde künftig nur noch 25 % zu tragen hat, zeitlich sehr unregelmäßig und in stark schwankender Höhe anfallen. So wird die Dachsanierung der bisher nicht eingerechneten Dachflächen irgendwann notwendig werden und auch dazu wird die Jubilategemeinde ihren Anteil zu tragen haben. 

Wir haben allen Grund, dem Gesamtkirchengemeinderat für seinen Beschluss sehr dankbar zu sein. 

Dr. Martin Willmann

Aus dem Kirchengemeinderat

Der Theatergottesdienst an Karfreitag um 20 Uhr in der Jubilatekirche hat eine lange Tradition und wird von vielen Menschen nicht nur aus der Jubilategemeinde besucht und geschätzt. Für 2018 stehen weder Frau Held oder Herr Urbanek für die Dramaturgie noch eine theologische Begleitung zur Verfügung. Mit dem Weggang von Pfarrerin Denneler und Pfarrer Zwißler haben wir derzeit auch niemanden, der gruppenübergreifend die jugendlichen Darsteller ansprechen und motivieren könnte.

Gemeinsam mit Frau Nußbaum, die sich in den letzten Jahren intensiv bei der Durchführung der Theatergottesdienste eingebracht hat, hat der Kirchengemeinderat in seiner Sitzung am 5. Dezember 2017 die Situation ausführlich beraten. 

In Abwägung verschiedener Alternativen hat er schweren Herzens beschlossen, im Jahr 2018 den Theatergottesdienst an Karfreitag auszusetzen und auch nicht kurzfristig eine einfache „Ersatzlösung“, z.B. als Film, anzubieten. 

Stattdessen soll im ersten Halbjahr 2018 eine Arbeitsgruppe ein zukünftiges Konzept für den Karfreitag Abend erarbeiten, das für die nächsten Jahre Bestand haben soll. 

Dr. Martin Willmann

Neues über Orschel-Hagen Süd

2014 haben auf der Grundlage des Siegerentwurfs des städtebaulichen Planungswettbewerbs von 2012 intensive Moderations- Gespräche über die Möglichkeiten und die Ausgestaltung einer Erschließung von Orschel-Hagen Süd stattgefunden. Die von den teilnehmenden Fraktionsvertretern des Gemeinderats favorisierte Erschließung zwischen den Kirchen wurde von den Vertretern der Kirchengemeinden mit Bedauern zur Kenntnis genommen. In der Folge wurde eine „erträgliche“ Erschließung zwischen den Kirchen auf der Basis „shared space“ bis zum Dresdner Platz erarbeitet. 

Am 19. September 2017 wurden nun die Teilnehmer an dem Moderationsverfahren zu einer Informationsveranstaltung der GWG eingeladen, in der ein „fortgeschriebener Siegerentwurf“ vorgestellt wurde. Dieser sieht eine Erhöhung der Zahl der Wohneinheiten um 50 % vor und eine Tempo-30-Straße zwischen den Kirchen. 

Für die Vertreter der Kirchengemeinden waren die vorgestellte Planungsänderung bei der Erschließung und die erlebte Vorgehensweise außerordentlich unbefriedigend. Aus diesem Grund haben die Kirchengemeinderäte von St. Andreas und Jubilate am 19.10.2017 eine entsprechende Stellungnahme verfasst und an die Fraktionen des Gemeinderats mit der Bitte um ein Gespräch gesandt. 

Die Gespräche mit den vier großen Fraktionen konnten im November und Dezember noch vor der Gemeinderatssitzung am 14. Dezember 2017 stattfinden. Bei diesen Gesprächen wurde in allen besuchten Fraktionen großes Verständnis für die Ablehnung einer Tempo-30-Straße zwischen den Kirchen geäußert. 

In der Gemeinderatssitzung ist einstimmig beschlossen worden, dass auf der Grundlage des „fortgeschriebenen Siegerentwurfes“ das Bebauungsplanverfahren „Orschel-Hagen Süd“ weitergeführt werden soll. Sprecher fast aller Fraktionen sprachen sich gegen die Tempo-30-Straße und für eine shared-space Lösung aus. 

Laut Gemeinderatsdrucksache 17/131/01 wird die „breite Öffentlichkeit“ im Rahmen der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung über den aktuellen Stand der Planungen informiert. Der Termin ist noch nicht bekannt. 

Dr. Martin Willmann

Geburtstagsbesuche

Bisher wurden Sie ab Ihrem 70. Geburtstag von unserem Besuchsdienst besucht. Zukünftig werden Besuche ab dem 75. Geburtstag stattfinden. Sie bekommen jedoch weiterhin ab Ihrem 70. Geburtstag eine Glückwunschkarte Ihrer Gemeinde.

Wenn Sie Interesse haben, im Besuchsdienst bei freier Zeiteinteilung mitzuarbeiten, so sprechen Sie mich bitte an oder melden Sie sich im Pfarrbüro, das Besuchsdienstteam freut sich über neue MitarbeiterInnen. 

Iris Dratz

Pfarrer i.R. Eberhard Baron ist gestorben

Am 28. Dezember 2017 ist Pfarrer i.R. Eberhard Baron Im Alter von 76 Jahren gestorben.

Von Januar 1979 bis Juni 1987 war er Pfarrer in Jubilatekirche-West. Anschließend war er in der Evang. Kirchengemeinde Kuchen tätig. Ältere Gemeindeglieder werden sich gern an ihn erinnern.