Liebe Leserinnen und Leser

Frieden in der Welt

„Frieden schaffen ohne Waffen“ wurde 1982 ein Slogan in der DDR und auch bei uns. Heute verkauft unsere „christliche“ Regierung viele Waffen bzw. lässt den Verkauf zu. Was wollen Sie? Wir haben doch Frieden. Tatsächlich, es gibt fast gar keine Kriege mehr im klassischen Sinn, wie Land A gegen B. Es gibt Bürgerkriege oder asymmetrische Kriege. In Land A bricht ein Aufstand aus, nun liefert B Waffen an die Aufständischen C. A erhält Unterstützung von Ländern D, E und F. Darauf erhält C Unterstützung von den Ländern G und H. I liefert Waffen an A und B, aber auch an E und F. Die UN macht sich Sorgen, und Politiker sind besorgt. Die Katastrophenhilfe steht in den Startlöchern. Das Morden geht weiter. Die vor dem Krieg Geflüchteten wissen nicht wohin. Ein Kriegsende ist nicht abzusehen. Niemand wird wirklich besiegt. Sieger schwingen auf Ruinen Fahnen. Die Konflikte schwelen weiter. So sehen „Kriege“ heute aus. Wir sehen aus der Ferne auf der Mattscheibe zu.

Friedenschaffen geht selten von außen. Es muss von den Herrschenden in den Ländern durch Gerechtigkeit ausgehen. Sonst wird kein Friede.

Friedenschaffen ist auch eine Aufgabe der Religionsgemeinschaften im Land. Es droht jetzt ein riesiger Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten. Alle Religionen möchten Frieden. Was ihnen leider oft fehlt, ist die Toleranz gegenüber anderen und die gemeinsame Liebe zum ganz Anderen, der der Friede ist.

Der Weg zum Frieden geht über Gerechtigkeit. Das ist die klare Botschaft der Bibel. Davon sind wir global gesehen weit entfernt, vielleicht weiter als je zuvor. Die Reichen werden immer schneller reicher. Die Armen verlieren an Bedeutung. Viele Waren werden billig und ungerecht produziert. Gerechtigkeit ist auch eine Aufgabe der globalen Konzerne und Wirtschaftskräfte. Welche Möglichkeiten gibt es, darauf einzuwirken? Was können wir tun? Handeln. Fair handeln. Geld fair anlegen. Auf ungerechte Waren verzichten. Für eine Gerechtigkeit demonstrieren. Zivile Kräfte stärken. Aufhören, Unsinniges zu verbrauchen. Der Schöpfung Ruhe gönnen. Die Waffen sollten schweigen. Der Sonntag war einmal vorgesehen für die innere Einkehr und Gemeinschaftserlebnisse auf dem Weg zum Frieden für alle.

Ist Frieden für alle überhaupt möglich? Frieden in der Welt kann man finden. Nur eine friedliche Welt wird man nicht finden. Frieden und Welt scheinen nicht zusammen zu passen. Konflikte entstehen immer neu. Doch Konflikte lassen sich lösen, auch ohne Krieg.

Jesus sprach: „In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“ In seinem Namen können wir Konflikte überwinden. „Nicht gebe ich Euch, wie die Welt gibt.“ Ich gebe euch die Liebe zueinander, ist seine Botschaft. Gerechtigkeit üben. Den Feind lieben. Böses mit Gutem überwinden. Den Hass entmachten. Damit die Welt entwaffnen und dem Frieden Raum geben. Das gilt es, in die Tat umzusetzen. Frieden ist möglich.

Ihr Pfarrer Bernd Küster

Frieden geht!

Vom 21. Mai bis 2. Juni 2018 machten sich ca. 1500 Menschen als Geher, Läufer und Radfahrer auf einen 1100 km langen Weg, eingeteilt in 80 Etappen von Oberndorf am Neckar bis nach Berlin. Sie trugen die Botschaft „Ja, Frieden geht!“ und die Forderungen an die Bundesregierung und den Bundestag nach Berlin: Kriegswaffen und Rüstungsgüter dürfen grundsätzlich nicht exportiert werden!

Wichtige Schritte auf diesem Weg sind:

  • Kein Export von Kriegswaffen und Rüstungsgütern an menschenrechtsverletzende und kriegführende Staaten
  • Exportverbot von Kleinwaffen und Munition
  • Keine staatlichen Hermesbürgschaften zur Absicherung von Rüstungsexporten
  • Keine Lizenzvergaben zum Nachbau deutscher Kriegswaffen
  • Umstellung der Rüstungsindustrie auf eine sinnvolle, nachhaltige, zivile Fertigung

Ca. 30 km habe ich mit dem Fahrrad diese Botschaft zusammen mit einer Hausfrau aus der Eifel, einem Apotheker aus Frankfurt, einer Familie aus Wächtersbach und einem jungen Amerikaner, der an der Universität in Marburg arbeitet, mitgetragen, und in Berlin dann zusammen mit meiner Frau von der Gedächtniskirche über den Potsdamer Platz zum Bundestag. Meine Hoffnung, dass Frieden schaffen ohne Waffen geht, wurde gestärkt.

18 Trägerorganisationen unterstützten diese Aktion, darunter auch die ACK (Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Baden- Württemberg)

Helmut Sikeler

Gabriel Moll verlässt die Jubilategemeinde

Seit dem 1. Januar 2016 hat Gabriel Moll unsere Gottesdienstgemeinde mit seinem Orgel- und Klavierspiel begleitet und immer wieder mit seinen gekonnten Vor- und Nachspielen erfreut. Ein Höhepunkt in seiner „Jubilate-Zeit“ war sicherlich sein Orgelkonzert am 23. Juni dieses Jahres, das wir als sein Abschiedsgeschenk für unsere Jubilategemeinde verstehen durften, und das mit viel Beifall aufgenommen wurde.

Er schließt nun sein Master-Studium an der Hochschule für Kirchenmusik in Rottenburg ab und ist ab Anfang August Organist an der Abtei- und Pfarrkirche St. Matthias in Trier. Wir freuen uns mit ihm und gratulieren ihm sehr herzlich. Im Gottesdienst am 22. Juli spielt Gabriel Moll zum letzten Mal als „unser Organist“. Anschließend wollen wir ihn verabschieden und ihm unseren herzlichen Dank aussprechen.

Wir wünschen ihm in Trier alles erdenklich Gute und Gottes Segen, viel Freude mit der dort viel größeren Orgel in einer großen alt-ehrwürdigen Basilika und einer anspruchsvollen Vollzeit-Stelle als Organist.

Mit dem Abschied von Gabriel Moll wird Frau Sikeler wieder nach Organisten für unsere Gottesdienste suchen müssen. Parallel dazu wird die Stelle von der Kirchenpflege ausgeschrieben. Bitte sprechen Sie mögliche Interessenten direkt persönlich an und weisen Sie sie auf die offene Stelle hin.

Dr. Martin Willmann

Start des neuen Konfirmandenjahrgangs

Die Randbedingungen für unsere Neu-Konfirmierten waren sowohl für den unterrichtenden Pfarrer Henning als auch für die zu unterrichtende Konfirmandengruppe nicht optimal. Pfr. Henning musste mitten in der laufenden Unterrichtsperiode eine ihm unbekannte Gruppe übernehmen, und es war eine neue Kennenlern- und Gewöhnungszeit erforderlich.

Letztlich hat er aber zusammen mit den nun Konfirmierten im Konfirmationsgottesdienst am 6. Mai das angestrebte Ziel erreicht - das eigene „Ja“ der Konfirmierten zu unserem dreieinigen Gott.

Dafür sind wir Pfarrer Henning sehr dankbar.

Für den neuen Konfirmandenunterricht haben sich 5 Mädchen und 4 Jungen angemeldet und sich im Gottesdienst am 15. Juli der Gemeinde vorgestellt.

Auch in diesem Jahr können die Konfis leider nicht durchgehend von einer Person begleitet werden. In Absprache mit dem Dekanat hat Kirchengemeinderätin Sieglinde Heißwolf bis zu den Sommerferien die Organisation und Durchführung der Anmeldungen und die ersten „Gewöhnungs-und Kennenlern-Schritte“ der Konfis übernommen bzw. begleitet. Dafür danken wir Frau Heißwolf sehr und hoffen, dass nach den großen Ferien eine ungetrübte kontinuierliche Konfirmandenzeit folgt.

Dr. Martin Willmann

Die Homepage der Jubilategemeinde ist abgeschaltet

Seit April 2001 gab es unter der Adresse www.orschel-hagen.de neben den Informationen anderer Orschel-Hagener Einrichtungen auch die Internet-Seite der Jubilategemeinde. Auf dieser konnte man auch die Online-Ausgabe des Orschel-Hagen-Briefes finden und die Sonntagspredigten nachhören. Diese Seite ist von unserem Kirchengemeinderat Thomas Martin gepflegt und auf aktuellem Stand gehalten worden. Dafür möchten wir ihm ganz herzlich danken.

Die seit Ende Mai in Kraft getretene neue Europäische Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) setzt neue, strengere Maßstäbe für die Veröffentlichung persönlicher Daten und droht bei Verletzung der Schutzrechte empfindliche Strafen an.

Aus diesem Grund ist die gesamte Internet- Seite von Orschel-Hagen abgeschaltet worden. Für eine Internet-Seite der Jubilategemeinde wird derzeit nach einer verordnungs-konformen Lösung gesucht. Bis dahin bleiben als aktuelle Informationsquellen für unsere Veranstaltungen

  • das Gottesdienstblatt
  • der Schaukasten
  • die „schwarzen Bretter“ der Gemeinde
  • der Orschel-Hagen-Brief in Papierform

Dr. Martin Willmann

Ihr Name - Ihr Bild - Ihr Recht

Schon 2012 haben wir an dieser Stelle auf Ihre Rechte hingewisen und möchten wegen der DSGVO noch einmal erinnern:

Um das Gemeindeleben bei Veranstaltungen in und um Kirche und Gemeindehaus zu dokumentieren, greifen wir gern auf Fotos zurück. Diese erscheinen möglicherweise im Orschel-Hagen-Brief und dieser wiederum im Internet und in unserem Schaukasten. Sie könnten beim Jahresrückblick oder bei Kirchenjubiläen Verwendung finden und werden im Gemeindearchiv aufbewahrt.

Leider können wir bei mehreren Personen nicht von allen eine schriftliche Erlaubnis einholen. Falls Sie - egal aus welchem Grund - nicht fotografiert werden möchten, teilen Sie das bitte den Fotografierenden mit. Sie können das auch später nachholen.

Sie können auch untersagen, dass Ihr Name bei den Kasualien (Taufen, Trauungen, Bestattungen) aufgeführt wird. Geben Sie dies dann bei der Anmeldung im Pfarramt an.

Edith Willmann, Redaktionskreis

Neue Kinderkirche

Am Ostersonntag, 1. April 2018, wurde die Kinderkirche wieder ins Leben gerufen. An jedem 1. und 3. Sonntag im Monat sah man die Kinderkirchkerze auf dem Altar brennen und die Kinder in der ersten Bank sitzen. Nach der Schriftlesung wurden die Kinder mit dem Lied „Das wünsch ich sehr“ in den Kindergottesdienst verabschiedet. Die Kinder zogen mit Ihrer Kerze aus der Kirche aus und durften im Gemeindehaus den Kindergottesdienst feiern.

Wir haben gemeinsam gesungen, Geschichten von Jesus und seinen Jüngern in Form einer Bilderbuchbetrachtung, eines kleinen Theaterstücks oder eines Puppentheaters gehört, haben gebetet, gebastelt und Spiele gespielt.

Mit sehr viel Freude bereiteten wir Mitarbeiter der Kinderkirche die Gottesdienste für die durchschnittlich acht Kinder vor. Wir freuen uns sehr über den gelungen Start. Daher freut es uns noch mehr, dass die Kinderkirche nach einer Sommerpause ab 21. Oktober weitergeht, wieder in dem gewohnten Rhythmus an jedem 1. und 3. Sonntag im Monat (zum Vormerken: 21.10., 4.11., 18.11., 2.12., 16.12., 6.1.2019, 20.1.2019).

Wir würden uns sehr freuen, wenn unsere Kinderkirche mit noch ganz vielen neuen Kindern weiter wächst.

Wir wünschen allen einen tollen Sommer, und freuen uns jetzt schon, Euch Kinder am 21. Oktober wieder in der Kinderkirche zu sehen.

Das Kinderkirch-Team
Silke Busch, Leon Mess, Benny und Jenny Schröder